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Achtungserfolg für den SVA
Montag, 19. Oktober 2009
 "Diese Niederlage ist für mich wie ein Punkt - vielleicht sogar wie ein Sieg", zeigte sich SVA-Trainer Steffen Oelschläger trotz einer 1:2 (1:1)-Niederlage im Spiel der Fußball-Hessenliga bei Viktoria Aschaffenburg hoch zufrieden. "Wir haben uns ordentlich verkauft und keine Packung bekommen. Mit ein wenig Glück holen wir einen Punkt, mit viel Glück gewinnen wir sogar."

" Damit hatte er, trotz eines Chancenverhältnisses von 18:4 zugunsten der Viktoria, keineswegs übertrieben. Etwas mehr Entschlossenheit in der Chancenverwertung, ein wenig Fortune bei den Schiedsrichterentscheidungen und vielleicht mehr Mut in der Schlussphase hätten durchaus zu einer Hersfelder Überraschung am Schönbusch führen können.

Auf der anderen Seite war eine Viktoria, die nach drei schwachen Auftritten hintereinander um Wiedergutmachung bemüht war, zunächst aber immer wieder am überragenden Torhüter Michael Panthen scheiterte. "Ein tolles Spiel von ihm", lobte Oelschläger. Vor allem in der ersten Hälfte parierte Panthen gegen Nazarov (6.), Gaubatz (21.), El Hirech (28.) und Schmidt (43.) glänzend. Nur einmal war er machtlos, als Nazarov aus 20 Metern eine zu kurz abgewehrte Ecke ins lange Eck drosch. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gäste etwas überraschend 1:0. Gleich ihre erste Chance nutzte Robert Simon, der bei einem Freistoß von Michale Geyer die gesamte Aschaffenburger Deckung übersprang.

Nach der Pause legten die Hersfelder ihre Scheu vor dem gegnerischen Strafraum ab. Tim Gonnermann traf nach einem schönen Spielzug nur den Pfosten (48.) und der allein aufs Tor zulaufende Simon schloss zu überhastet ab (51.). Doch die Hoffnungen zerstörte El Hirech, der einen Ball ins Netz stocherte. Zu Recht, aber vergebens, reklamierten die Hersfelder eine Abseitsstellung von Cuc. Zwanzig Minuten dominierte nun wieder die Viktoria, vergab aber durch einen Lattenkopfball von El Hirech und einen Schuss von Horr erneut beste Möglichkeiten.

In der Schlussviertelstunde begann dann das große Zittern der Viktoria-Defensive. Asbach bestimmte die letzten Minuten, hatte durch Winter, der im Strafraum nicht richtig an den Ball kam, und zwei Freistöße von der Strafraumkante, die beide in der Mauer hängen blieben, sogar noch einmal gute Gelegenheiten. Ob eine frühere Offensive zu einem Punktgewinn geführt hätte, wollte Oelschläger nicht bestätigen. "Vielleicht wären wir auch ausgekontert worden und hätten richtig den Kasten vollgekriegt", meinte er.

Aschaffenburg: Schmitt - Ünlü, Gaubatz, Müller, Cuc - Jovanovic, Szollar, Schmidt, Levy (71. Horr) - Nazarov (89. Banbal), El Hirech (78. Amiri).

SVA: Panthen - Ebinger (84. Oelschläger), Wiegand, Benn, Pfeiffer (79. Sauer) - Geyer, Gonnermann, Brieschke, Simon - Winter, Fey (62. Hess).

SR: Foltyn (Mainz-Kastel) - Z: 275

Tore: 0:1 Simon (38.), 1:1 Nazarov (44.), 2:1 El Hirech (54.)

von hersfelder-zeitung.de

 
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