Beim 5:5 (1:4) des SC Waldgirmes am 14. Spieltag der Fußball-Hessenliga gegen den SVA Bad Hersfeld sorgten zehn Tore, ein Platzverweis, zwei Foulelfmeter und Torchancen fast im Minutentakt für Kurzweil hinter der Bande, aber für Verdruss auf der Bank. "Ich bin maßlos enttäuscht, denn wir haben die große Chance verpasst, uns oben festzusetzen", ärgerte sich SCW-Trainer Thorsten Krick.
Zwar gelang Torjäger Leif Langholz früh per Kopf die Führung für den Meister (16.), doch schon im Gegenzug senste Stefan Salzmann Asbachs Angreifer Christian Winter ebenso plump wie unnötig um, was Adam Benn mit dem Ausgleich bestrafte. Als wenig später Robert Simon einen Freistoß gedankenschnell ausführte und Winter zum 2:1 einschob (25.), lag der Tabellenvorletzte erstmals in Front.
Benn trifft dreimal
Als Benn mit dem Halbzeitpfiff einen zweiten Strafstoß, abermals verschuldet von Stefan Salzmann nach Foul an Trainersohn Dominik Oelschläger, zum 3:1 und nach 66 Minuten Robert Simon einen Fehler von SCW-Keeper Tommy Ried zum 4:1 nutzten, schienen die Hausherren mit ihrem Latein am Ende.
Doch Johannes Burk markierte nur 40 Sekunden nach dem scheinbaren K.o. das schnelle 2:4 (72.), Raffael Szymanski nach eigenem Pfostentreffer per Abpraller den Anschlusstreffer (71.) und Langholz per Kopf vier Minuten vor dem Ende sogar den Ausgleich.
"Eigentlich müsste ich traurig sein, denn nach einer 4:1-Führung hätten wir gewinnen müssen", analysierte SVA-Coach Steffen Oelschläger. "Doch ich kann meiner jungen Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat einen tollen Fight geliefert und sich den Punkt redlich verdient."
Denn nach einer Roten Karte für André Weinecker, der in der 89. Minute als letzter Mann Robert Simon umstieß, gingen die Gäste in der irresten Schlussphase, die die Lahnaue seit Jahren erlebt hat, durch Adam Benns 35-Meter-Freistoß (90.) erneut in Führung. Doch Raffael Szymanski war schließlich nach einer Ecke zur Stelle, um in der zweiten Minute der Nachspielzeit den 5:5-Endstand zu besorgen.
"Einigen meiner Jungs standen die Tränen in den Augen. Aber nachher beim Mannschaftsabend ist dies alles vergessen, da trinken wir ordentlich einen", gab Oelschläger die Marschroute für einen feucht-fröhlichen Abend vor und verabschiedete sich gut gelaunt in Richtung Kabine.
Waldgirmes: Ried - André Weinecker, Salzmann, Frenz (79. Michel) - Schmandt, Schmitt, Neubert, Burk - Szymanski - Denis Weinecker, Langholz.
SVA: Panthen - Pfeiffer, Sauer, Wiegand, Benn - Brieschke (50. Erb), Simon, Geyer, Gonnermann (70. Mustafi) - Winter, Dominik Oelschläger (64. Göbel).
SR: Bartsch (Steinau an der Straße) - Z: 280.
Tore: 1:0 Langholz (16.), 1:1 Benn (17., Foulelfmeter), 1:2 Winter (25.), 1:3 Benn (45., Foulelfmeter), 1:4 Simon (66.), 2:4 Burk (67.), 3:4 Szymanski (71.), 4:4 Langholz (86.), 4:5 Benn (90.), 5:5 Szymanski (90.+2)
Rot: André Weinecker (Waldgirmes, 89.) wegen Notbremse.
Bes. Vorkommis: Panthen hält Foulelfmeter von Neubert (33.)
von hersfelder-zeitung.de
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