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SVA chancenlos beim 0:7 gegen U23 des FSV Frankfurt +++ Bilder
Montag, 7. September 2009
Oh Fußball, wie kannst du grausam sein: Eine Woche nach der historischen 4:8-Niederlage in Eschborn kassierte der SVA Bad Hersfeld im Heimspiel der Fußball-Hessenliga eine weitere Klatsche. 0:7 (0:4) hieß es zum Schluss gegen die U23-Mannschaft des Zweitligisten FSV Frankfurt. Fünfzehn Gegentore innerhalb von nur acht Tagen: Der Frust beim Aufsteiger war am Samstag groß, die Moral scheint diesmal angeknackst.

Beide Trainer brauchten nicht viele Worte über die Partie zu verlieren. "Wir haben eben Ball und Gegner klar beherrscht", meinte Ramon Berndroth vom FSV trocken. Dass in seiner Mannschaft mit Bakaray Diakité, Aziz Bouhaddouz sowie Alexis Theodosiadis drei Profis standen - dazu arbeiten mit Göbig und Gallego noch zwei Akteure auf der Geschäftsstelle - lässt den Sieg zwar in einem anderen Licht erscheinen, soll aber die magere Leistung der Gastgeber keinesfalls entschuldigen. Ja, chancenlos sei sein Team gewesen gab Steffen Oelschläger einen Tag nach seinem 47. Geburtstag zu Protokoll: "Wir sind hier über 90 Minuten hinterhergelaufen, haben nur reagiert, und das auch noch schlecht. Was soll ich da noch sagen..."

Bilder von Freidhelm Eyert hier
Weniger das Endergebnis, sondern wie einige Gegentore zustande kamen, ärgerte den SVA-Coach mächtig. Heftig kritisierte er die Einstellung einiger Akteure. "Nächste Woche wird mehr und härter trainiert", kündigte der Coach die erste Konsequenz aus dieser Niederlage an. Personelle Änderungen im nächsten Heimspiel gegen Vellmar am kommenden Samstag dürften der nächste Schritt sein. Zwei aus dem Asbacher Team bekamen schon in der ersten Hälfte gegen den FSV ihre Quittung. Mit Daniel Heß und Christian Pfeiffer wechselte Oelschläger zwei Abwehrspieler gegen Christopher Wahl und Robert Simon aus.

Für den Trainer gab es im übrigen drei Schlüsselszenen in diesem Spiel. Die für ihn beeindruckenste war kurz vor Schluss: Nach dem 6:0 sei ein Spieler des FSV Frankfurt noch in eine Flanke hineingegrätscht. Das zeige den eigentlichen Grund der Überlegenheit: "Die waren zwar zum großen Teil körperlich überlegen und einen Kopf größer. Aber die Szene zeigt auch deren Elan und Einsatz. So etwas möchte ich auch einmal von meinen Akteuren sehen. Und das bei einem solchen Spielstand. Letztlich ist das auch eine Frage der Fitness. Die fehlt einigen, weil sie das Training haben schleifen lassen."

Die anderen beiden Aktionen waren gleich zu Beginn: Andreas Brieschke legt sich den Ball zu weit vor, Ralf Schneider nimmt aus 17 Meter Maß. Der glasharte Schuss prallt vom Innenpfosten ins Tor, sodass Christian Kirbus noch nicht einmal die Chance zur Reaktion bleibt. Knapp eine Viertelstunde später geht Sebastian Göbig - er durfte auf links machen, was er wollte - durch, Schneider trifft wieder. Oelschläger: "Das war der Knackpunkt." Danach war aus SVA-Sicht alles nur noch grausam..."
 
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