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Zweite Hälfte reicht zum Sieg
Montag, 16. März 2009
winter und hessWenn im Fußball der Tabellenzweite gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten spielt, gibt es zwei Möglichkeiten: Der Tabellenzweite feiert ein Schützenfest, oder er blamiert sich. Manchmal geht aber auch beides. Das bewies Fußball-Verbandsligist SVA Bad Hersfeld am Samstagnachmittag beim 4:0 (1:0)-Sieg im ersten Punktspiel nach der Winterpause gegen Eintracht Baunatal.

"Über die erste Halbzeit möchte ich gern den Mantel des Schweigens decken", meinte Asbachs Trainer Steffen Oelschläger, der zur Strafe nicht auswechselte, nach Spielende verschmitzt. Okay, nach einem 4:0, geschenkt. Aber was hat der 47-Jährige seiner Mannschaft in der Halbzeitpause eigentlich gesagt? "Ich bin etwas deutlicher geworden: Ich habe die Spieler gefragt, ob sie in der kommenden Woche lieber mit oder ohne Ball trainieren wollen."

Bilder von Friedhelm Eyert gibts in der Galerie

Die Antwort gab seine Mannschaft prompt auf dem Platz. Nur noch selten kam Baunatal nach dem Wechsel aus der eigenen Hälfte. Die ganze Hilflosigkeit des Tabellenletzten, der es in 20 Spielen gerade mal auf drei Punkte gebracht hat, wurde deutlich, als Asbach endlich begann, Fußball zu spielen. Christian Winter, der nach zehn Minuten auch für das 1:0 gesorgt hatte (roch stark nach Abseits), schob zwei Minuten nach Wiederanpfiff einen klugen Rückpass von Roger Domachowski zum 2:0 ins Netz. Domachowski per Flugkopfball, nach gefühlvoller Freistoßflanke von Michael Geier (55.), und Alexander Müller, der eine schöne Kombination über Winter und Bekim Mustafi verwertete (65.), sorgten für den deutlichen Endstand.

Der hätte allerdings noch viel deutlicher ausfallen können. Denn Winter (50., 52.), Müller (74.), Geier (74.) und Mustafi (85.) vergaben gute Möglichkeiten. Baunatal wurde nur noch zweimal "gefährlich". Özdemirs Fernschuss parierte SVA-Torhüter Christian Kirbus im Stile eines Klasse-Keepers, Scotts Treffer fiel aus Abseitsposition.

Was es sonst noch gab, an diesem angenehm warmen Vor-Frühlings-Samstag in Asbach? Eine Rote Karte für Baunatals Kraft wegen Schiedsrichterbeleidigung nach dem 0:4 und eine Gelb-Rote für SVA-Abwehrspieler Daniel Hess wegen Handspiels (82.).

Und sonst? Naja, eben diese grottenschlechte erste Halbzeit, in der der SVA nach dem 1:0 in "Susi-Sorglos-Stimmung" übers Feld trabte und dem designierten Absteiger zwischen der 20. und 40. Minute mehrfach den Ausgleich anbot. Mehr war eigentlich nicht.

von hersfelder-zeitung.de vom 15.03.2009

 
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