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Spielbericht TSV Lehnerz - SVA Fuldaer Zeitung
Montag, 27. Oktober 2008
LEHNERZ Gäbe es ein tiefes Loch im Lehnerzer Sportplatz, Stanislav Szilagyi hätte sich ganz sicher darin vergraben.

Noch Minuten, nachdem der umsichtige Referee Jörn Blankenburg aus Sprendlingen das Verbandsliga-Derby zwischen dem TSV Lehnerz und dem SVA Bad Hersfeld abgepfiffen hatte, kauerte der 27-jährige Tscheche teilnahmslos am Boden, für nichts und niemanden ansprechbar, wohl wissend, dass letztlich er es war, der es auf dem Fuß hatte, seine Mannschaft zu einem echten Verfolger von Spitzenreiter SVA Bad Hersfeld zu machen. Bei seiner tausendprozentigen Chance in der 80. Minute nach toller Vorarbeit von Eric Franc schob er den Ball anstatt ins leere Tor in die Arme des eigentlich bereits geschlagenen Christian Kirbus.

Hätte Szilagyi in dieser Szene seinen zweiten Treffer markiert, hätte die Begegnung womöglich mit einem Lehnerzer Sieg geendet. So aber nutzten die Asbacher fast im Gegenzug eine Unachtsamkeit in der Lehnerzer Hintermannschaft zum Ausgleich und fünf Minuten später einen weiteren Lapsus zum nicht mehr für möglich gehaltenen Siegtreffer. Bardo Hirsch, Trainer des TSV Lehnerz, war nur wenige Sekunden nach dem Abpfiff in die Kabine entschwunden. Seine Spieler indes sanken bitter enttäuscht zu Boden. Kapitän Dominik Möller haderte mit der mangelhaften Chancenverwertung: „Wir hätten eigentlich schon lange Zeit mit 4:1 führen können.“ Doch hätte, wenn und aber änderte nichts an der bitteren 2:3 (2:1)-Heimniederlage, wodurch der TSV endgültig ins Mittelfeld der Tabelle abgesackt ist.
Auf der Gegenseite führten Akteure und Betreuer der Gäste sowie Trainer Steffen Oelschläger wahre Veitstänze auf. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, Spitzenreiter“, sangen die Spieler. In der Tat gehört eine Mannschaft, die in den entscheidenden Phasen das nötige Quäntchen Glück, das richtige Händchen bei den Einwechslungen und dazu einen unbändigen Siegeswillen besitzt, zu den absoluten Topfavoriten auf den Titel.
Lehnerz: Blum; Möller, Marcel Müller, Lembcke, Costache (75. Max. Müller), Giemza, Franc, Steudter, Sorg (63. Mahr), Chienku, Szilagyi.
SVA Bad Hersfeld: Kirbus; Hess, Ebinger, Veapi, Masic (53. Wahl), Brieschke, Fey (69. Göbel), Geyer (69. Mustafi), Winter, Gonnermann, Müller.
Schiedsrichter: Jörn Blankenburg (Sprendlingen).
Tore: 1:0 Dennis Sorg (14.), 1:1 Christian Winter (15., Foulelfmeter), 2:1 Stanislav Szilagyi (44.), 2:2 Beskim Mustafi (82.), 2:3 Alexander Müller (87.).
Zuschauer: 300.
Beste Spieler: Chienku - geschlossene Mannschaftsleistung.

von fuldaer-zeitung.de vom 27.10.2008

 
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